Ankes Blog

Wie gelingen Vorsätze im neuen Jahr und was sind weitere Alternativen?

Wir kennen die guten Vorsätze „Im nächsten Jahr nehme ich ab, höre ich auf zu rauchen, mache ich mehr Sport.“. Meist ist der innere Schweinehund schon bald stärker oder wir vergessen unser Vorhaben im Trubel des Alltags.

Warum funktioniert es nicht?

1) Mein Vorhaben ist nicht konkret genug. Bsp.: Gewicht verlieren

Hilfen:

  • Aufschreiben: Was genau ändere ich, um abzunehmen? Wie ändere ich mein Essverhalten oder mein Trainingsprogramm?
  • Hinterfragen: Ist diese Art der Veränderung gut für mein seelisches Gleichgewicht? Oder produziert es mehr Stress als Wohlgefühl?
  • Disziplin: 72/21-Regel – Wenn wir innerhalb von 72 Stunden anfangen und mindestens 21 Tage durchhalten, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Gewöhnung an das Neue eintritt und wir es leichter beibehalten.
  • Miteinander: Wer oder was hilft mir dabei? Partner, Freunde oder ein Verein motivieren einen dran zu bleiben.
  • Visualisieren: Es hilft, sich das positive Endergebnis vorzustellen, in Form von einem inneren Film, den wir ablaufen lassen oder Bilder, die wir an den Kühlschrank hängen. Wichtig sind dabei die guten Gefühle. Wenn es kein Lächeln hervorruft, ist es vielleicht noch nicht das richtige Ziel.

 

2) Ich habe den Vorsatz, weil ich mit mir nicht zufrieden bin

Wir denken, wenn wir abgenommen haben, dann wird vieles in unserem Leben besser. Die Gefahr: Wenn der nächste Versuch scheitert, dann bestätigt uns das darin, dass wir es wieder nicht geschafft haben. Unser negatives Selbstbild verstärkt sich, die Kilos werden eher mehr.

Hilfen:

  • Verstehen, welches eigentliche Bedürfnis hinter dem Wunsch abzunehmen steht. Will ich durch eine schlankere Figur mehr Aufmerksamkeit von meinem Partner? Dann wäre ein hilfreicher neuer Vorsatz „Ich rede mit meinem Partner mehr über unsere Beziehung.“
  • Ein positives Selbstbild ausbauen, sich seiner Stärken und liebenswerten Seiten bewusst werden und stolz darauf sein. Ein kleines Büchlein, in das man abends hineinschreibt wofür man dankbar ist und was man heute Wertvolles getan hat und wie man positiv für sich selbst und andere gesorgt hat, kann ein besserer Vorsatz sein, als sich wieder etwas abzuverlangen, das einem nicht gut tut.

 

3) Ich muss mich nur anstrengen und diszipliniert genug sein

Hart gesagt: Wenn diese Strategie bisher nicht gut funktioniert hat, wird sie wahrscheinlich auch nicht mit einem Vorsatz für 2018 funktionieren.

Hilfen:

  • Alternative Vorsätze, die nicht an Leistung und Disziplin geknüpft sind, sondern die im Fokus haben, das eigene Leben und das der Mitmenschen zu verbessern.
  • Beispiele: Mehr Wertschätzung dem Partner, den Kindern und den Kollegen zeigen und aussprechen. Fremde Leute auf der Straße grüßen oder Hilfe anbieten. Freunde zum Essen oder Spazieren gehen einladen. Wieder tanzen gehen oder ein Hobby aus der Kindheit reaktivieren.
  • Auf das Bauchgefühl hören, was sich gut für einen anfühlt oder eben nicht. Und es dann mit Freude tun, ohne Druck und Selbstvorwürfe.

 

4) Utopische Zielsetzung

Wenn ich bisher nicht regelmäßig Laufen war, ist es ungeschickt mir einen Marathon als Ziel zu setzen.

Hilfen:

  • Realitätscheck: Was kann ich mit meinen körperlichen, finanziellen und zeitlichen Ressourcen schaffen?
  • Einen Stufenplan machen, denn kleine Schritte bringen einen in der Summe ans Ziel.
  • Sich über jeden geschafften Schritt freuen.

 

5) Ich bin in meinem Alltag überlastet und möchte trotzdem die zusätzliche Verpflichtung eines Neujahrsvorsatzes durchziehen

Hilfen:

  • Sich keine klassischen Vorsätze vornehmen.
  • Weniger ist mehr. Es lohnt sich, seine Alltags- und Arbeitsabläufe bewusst aufzuschreiben und nicht unbedingt notwendige Dinge streichen.
  • Seine Mitmenschen um Hilfe bitten.
  • Sich zwischendurch hinsetzen und 5 Mal bewusst atmen und mit der Aufmerksamkeit nur beim Atem bleiben.
  • Neuer Vorsatz: Radikale Selbstfürsorge. Nur dann hat man die Kraft für andere da zu sein.

 

Wie können meine Vorsätze 2018 besser gelingen?

Zu verstehen, WARUM wir etwas verändern möchten, ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Dann können wir konkret definieren WAS wir verändern wollen. Wenn es um das WIE geht, zeigen uns positive Gefühle den besten Weg, um Veränderung dauerhaft herbeizuführen.

Fazit: Die richtigen Vorsätze stellen keine zusätzliche Belastung dar, sondern sie bereichern das Leben.